Klares Maßnahmenpaket für das Nachtleben

Klares Maßnahmenpaket für das Nachtleben

CDU Rheine und Bürgermeisterkandidat Peter Lüttmann im Austausch mit Gastronomen der Innenstadt

 

Im Rahmen ihrer Sommertour haben die CDU Rheine und Bürgermeisterkandidat Dr. Peter Lüttmann das Gespräch mit Gastronomen in der Innenstadt gesucht. Ziel war es, konkrete Ideen und Lösungen zu entwickeln, um das Rheiner Nachtleben zu stärken und den Gastronomiebetrieben bessere Rahmenbedingungen zu bieten.

Mehrere Gesprächspartner betonten, dass sich das Ausgehverhalten seit der Corona-Pandemie stark verändert habe. „Das Nachtleben ist vielerorts regelrecht verlernt worden. Gleichzeitig ist das Gesundheitsbewusstsein gestiegen“, so Stephan Ripploh vom „Köpi“. Hinzu kommen steigende bürokratische Anforderungen und verschärfte Sicherheitsstandards, die den Betrieb zusätzlich erschweren.

Gestaltungssatzung

Ein konkretes Beispiel: Während an einem Gebäude auf der anderen Straßenseite des Rings eine LED-Wand für Werbung genutzt werden darf, ist dies auf der Köpi-Seite aufgrund der Gestaltungssatzung für Fremdwerbung verboten. Fraktionsvorsitzender Andree Hachmann kündigte an: „Wir werden die Gestaltungssatzung so ändern, dass kleinteilige Regelungen wegfallen und hier künftig ebenfalls Werbung möglich wird.“

Parkhaus-Nachttarif

Ein großes Thema war der abgeschaffte Nachttarif im Parkhaus. Die Gastronomen fordern eine Wiedereinführung für 3–5 Euro. „Der Wegfall hat das Problem des Wildparkens verschärft, das Parkhaus steht nachts leer, und das Sicherheitsgefühl leidet, wenn Gäste weiter weg parken müssen“, so Ripploh. Bürgermeisterkandidat Peter Lüttmann erklärte: „Wenn der politische Wille da ist, sehe ich Spielräume, den Nachttarif wieder einzuführen.“

Abschaffung der Nachtabschaltung 

Auch die nächtliche Abschaltung der Straßenbeleuchtung wurde kritisch gesehen. So erläuterte Ralf Korte vom „Café Einstein: „Unsere Gäste müssen in der Woche im dunkeln auf die Straße und nach Hause, sie fühlen sich nicht sicher.“ „Wir werden die Nachtabschaltung abschaffen, damit es überall hell ist und sich die Menschen auch nachts sicher fühlen können“, so CDU-Vorsitzender Fabian Lenz.

Aufhebung der Sperrstunde

Kenan Cimen von „Kenjoy“ und seine Kollegen betonten auch, dass auf Grund des geänderten Ausgehverhaltens das Geschäft erst spät in der Nacht richtig losginge: „Viele Gäste kommen erst um drei Uhr nachts, um fünf müssen wir sie dann wegen der Sperrstunde vor die Tür setzen.“ Dies führe dann oft zu Frust und Sorge auch schon mal für Aggressionen. Auch hier sagte Lenz Unterstützung zu: „Die Sperrstunde stammt aus einer Zeit mit ganz anderen Problemen im Nachtleben. Sie hat sich schlicht überlebt. Wir werden die Sperrstunde von fünf auf sechs Uhr verlegen und eine komplette Abschaffung prüfen lassen.“

Einführung eines Nachtbürgermeisters als Bindeglied

Die Idee eines „Nachtbürgermeisters“, also eines ehrenamtlichen Beauftragten für das Nachtleben und die Gastronomie, stieß auf breite Zustimmung. Thorsten Grünberg vom „Echtzeit“ erklärte: „Das kann wirklich als Bindeglied helfen – oft wissen wir nicht, wer der richtige Ansprechpartner ist.“ Lenz bekräftigte: „Der Nachtbürgermeister wird helfen, die Interessen des Nachtlebens zu bündeln, Ideen für bessere Rahmenbedingungen zu entwickeln und gemeinsam das Nachtleben zu stärken. Dem Nachtleben dürfen keine Steine in den Weg gelegt werden.“

Weitere Impulse und Ideen

In den Gesprächen wurden zahlreiche Vorschläge eingebracht, darunter:

  • Veranstaltungen und Konzepte der Stadt stärker auf die Gastronomie abstimmen
  • Einrichtung eines runden Tisches mit Gastronomie, RTV, Verwaltung, Politik unter Federführung des Nachtbürgermeisters
  • Hintergrundmusik im Außenbereich bis 22 Uhr z.B. auf dem Marktplatz zulassen
  • Events wie Eisbahn, Beach-Volleyballfeld oder Livemusik
  • Stärkere Einbindung der örtlichen Gastronomie in Events wie den Nikolausmarkt, Straßenparty etc.

„Wir wollen ein lebendiges Nachtleben erhalten, das zur Attraktivität unserer Stadt beiträgt. Dafür brauchen wir praxisnahe Lösungen und die enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Gastronomie. Die werden wir möglichen machen“, so Lenz abschließend.